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Krankenkassen wollen Meldepflicht für Mehrkosten von Hilfsmitteln
Der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen fordert eine Meldepflicht für die Mehrkosten von medizinisch notwendigen Hilfsmitteln wie Hörgeräten oder Gehhilfen.
Der Vorstandsvorsitzende Oliver Blatt erklärte am 31. Juli in Berlin, bislang wüssten die gesetzlichen Kassen nicht, ob die Mehrkosten auch eine bessere Versorgung brächten. Laut Zahlen des GKV-Spitzenverbands entschieden sich die Versicherten im vergangenen Jahr in 22 Prozent der Fälle für Extras und zahlten dafür im Schnitt 148,70 Euro.
Leistungserbringer wie Sanitätshäuser seien gesetzlich verpflichtet, gesetzlich Versicherten zunächst mehrkostenfreie Hilfsmittel anzubieten, erläuterte der Verband. Die Kassen übernähmen die Kosten für das medizinisch notwendige und zugleich wirtschaftlichste Hilfsmittel. Für Extras, etwa aus Gründen der Ästhetik oder des Komforts, müssten die Versicherten selbst zahlen.
Es sei mehr Transparenz über die Gründe von Mehrkosten notwendig, damit Versicherte „nicht zu teuren, übermäßigen Versorgungen gedrängt oder unzureichend über ihren Leistungsanspruch beraten werden“, verlangte der GKV-Spitzenverband. Ohne gesetzliche Grundlage fehlten hierzu die Daten. (epd)
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