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Landespflegegeld wird in Bayern halbiert

Kurz vor Weihnachten beschließt der bayerische Landtag noch eine ganze Reihe von Gesetzen. Eines davon hat direkte Folgen für den Geldbeutel von Pflegebedürftigen. Das Geld, das bislang direkt an die Pflegebedürftigen ausgezahlt worden sei, solle künftig für die Stärkung von Quartierkonzepten und den Ausbau alternativer Wohnformen eingesetzt werden.

Judith Gerlach - Bayerische Staatsministerin für Gesundheit, Pflege und Prävention
Judith Gerlach - Bayerische Staatsministerin für Gesundheit, Pflege und Prävention Foto: Anne Hufnagl/StMD

Nun ist es fix: Pflegebedürftige und deren Familien erhalten künftig nur noch halb so viel Landespflegegeld wie bisher: Die freiwillige Leistung des Freistaats wird von 1.000 auf 500 Euro pro Jahr gekürzt. Der Landtag billigte nun die entsprechenden Pläne der Staatsregierung. Damit kann die Gesetzesänderung zum Jahreswechsel in Kraft treten.

Konkret heißt das: Für 2025 werden Pflegebedürftigen in Bayern ab Pflegegrad 2 noch die vollen 1.000 Euro Landespflegegeld ausbezahlt. Wer die Leistung schon länger bezieht, bekommt die 1.000 Euro für 2025 letztmalig Anfang 2026 ausbezahlt. Für Menschen, die ab dem 1. Januar einen Antrag stellen, erfolgt die Auszahlung in Höhe von dann nur noch 500 Euro nach Angaben eines Ministeriumssprechers zu Beginn des Folgejahres, also 2027.

Angesichts knapper Kassen hatte die Staatsregierung die Halbierung des Landespflegegelds schon vor einem Jahr eingeleitet, ebenso wie die Abschaffung des Familiengelds. «Wir passen das Landespflegegeld an die aktuellen Herausforderungen an und stärken die pflegerischen Versorgungsstrukturen», argumentierte Gesundheits- und Pflegeministerin Judith Gerlach (CSU).

Das Geld, das bislang direkt an die Pflegebedürftigen ausgezahlt worden sei, solle künftig für die Stärkung von Quartierkonzepten und den Ausbau alternativer Wohnformen eingesetzt werden. Das Landespflegegeld „ist und bleibt eine wichtige Leistung“, erklärte Gerlach. „Aber es ist an der Zeit, auf die veränderten Gegebenheiten zu reagieren.“ (dpa)