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Pflegepolitische Stimme verstummt: Edeltraut Hütte-Schmitz überraschend gestorben
Die langjährige Bundesvorständin von „wir pflegen e.V.“ und engagierte Fürsprecherin pflegender Angehöriger, Edeltraut Hütte-Schmitz, ist am Ostersonntag unerwartet verstorben. Sie selbst hatte Ende 2025 die Diagnose ALS erhalten – dieselbe Krankheit, die zuvor ihren Mann betroffen hatte.
Laut dem Bundesverein „wir pflegen e.V.“ und dem Landesverein Nordrhein-Westfalen starb Edeltraut Hütte-Schmitz am Ostersonntag. Ihr Tod kam unerwartet und hat den Verein nach eigenen Angaben tief getroffen.
Hütte-Schmitz hatte ihren an Amyotropher Lateralsklerose (ALS) erkrankten Mann über viele Jahre gepflegt. Die Erfahrungen, die sie dabei mit Bürokratie, fehlender Unterstützung und systemischen Hürden machte, wurden zum Antrieb ihres späteren Engagements. 2021 schloss sie sich dem Verein „wir pflegen“ an – mit dem erklärten Ziel, die Situation pflegender Familien strukturell zu verbessern.
Fünf Jahre lang gestaltete sie laut dem Verein die pflegepolitische Arbeit auf mehreren Ebenen mit: im Bundesvorstand, in der Fachkommission für Pflegepolitik sowie im Vorstand und als Mitglied des Landesvereins Nordrhein-Westfalen. Als Mitautorin zahlreicher Handlungsempfehlungen und als Referentin in pflegepolitischen Kreisen galt sie als gefragte Expertin. Der Verein beschreibt ihre Arbeitsweise als analytisch, fundiert und lösungsorientiert. Ihre Forderungen speisten sich dabei nicht nur aus eigener Betroffenheit, sondern auch aus dem intensiven Austausch mit pflegenden Familien in unterschiedlichsten Lebenslagen.
Im Herbst 2025 erkrankte Hütte-Schmitz selbst. Ende 2025 erhielt sie die Diagnose ALS – ausgerechnet jene Krankheit, die sie durch die Pflege ihres Mannes aus nächster Nähe kannte. Der Krankheitsverlauf war laut dem Verein schnell und unerbittlich.
„wir pflegen e.V.“ würdigt Hütte-Schmitz als prägende Stimme in der Pflegepolitik und als Persönlichkeit, deren Einsatz für die Interessenvertretung pflegender Angehöriger und Zugehöriger fortwirke. Ihr Fehlen werde insbesondere in der pflegepolitischen Arbeit des Vereins spürbar sein.
Weitere Informationen zum Verein „wir pflegen e.V.“ unter: www.wir-pflegen.net
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