Pflege und Politik
Pflegeunternehmer aus dem Norden gegen Ausländerfeindlichkeit
Zahlreiche Unternehmen und Verbände unterstützen die neu gegründete Initiative „Wirtschaft für einen weltoffenen Norden“. Darunter ist auch der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa) und die Norddeutsche Gesellschaft für Diakonie mbH.
„Rund ein Drittel aller Pflegekräfte hat internationale Wurzeln oder ist eingewandert, um uns bei der Versorgung unserer pflegebedürftigen Mitbürgerinnen und Mitbürger zu unterstützen. Pflege ist vielfältig und weltoffen“, sagt der schleswig-holsteinische bpa-Landesvorsitzende Mathias Steinbuck.
„Deshalb hat sich der bpa früh klar zur gesellschaftlichen Vielfalt bekannt und gegen ausländerfeindliche Tendenzen in Deutschland positioniert. Wer Millionen Menschen in Deutschland mit Ausweisung droht, hat von Pflege keine Ahnung und setzt die sichere Versorgung der Pflegebedürftigen aufs Spiel. Solche Gedankenspiele gefährden diese Versorgung schon jetzt, weil es umso schwerer wird, internationale Kräfte für eine Tätigkeit in Deutschland zu gewinnen. Deshalb ist das aktuelle breite gesellschaftliche Engagement für eine weltoffene Demokratie so wichtig. Der Verein ‚Wirtschaft für einen weltoffenen Norden‘ zeigt in besonderer Weise, wie Unternehmen und Bürger in Schleswig-Holstein wirklich denken.“
„Ich freue mich, gemeinsam mit den anderen Mitgliedern für Toleranz und Weltoffenheit und gegen Rassismus und Diskriminierung zu wirken“, so Martin Seehase, Vorsitzender der Geschäftsführung der Norddeutsche Gesellschaft für Diakonie.
NDR-Beitrag zu dem neu gegründeten Verein
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