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Träger fordern beschleunigte Anerkennung internationaler Pflegekräfte
Anerkennungsverfahren dauern oft länger als neun Monate. Der VKAD fordert jetzt einen Soforteinsatz bei entsprechender Qualifikation.
Internationale Pflegekräfte warten trotz Fachkräftemangel monatelang auf ihre Arbeitserlaubnis. Der Verband katholischer Altenhilfe in Deutschland (VKAD) fordert nun ein grundlegendes Umdenken bei den Anerkennungsverfahren.
Lange Wartezeiten trotz Personalnot
Eine VKAD-Umfrage unter Mitgliedseinrichtungen zeigt: Bei 45 Prozent der befragten Träger dauert die Anerkennung internationaler Abschlüsse länger als neun Monate. Für 57 Prozent stellt die Bürokratie die größte Hürde dar. Etwa ein Drittel nennt die langen Bearbeitungszeiten als entscheidenden Engpass.
„Wir haben einen flächendeckenden Personalmangel in der Pflege. Und dennoch lassen wir ausgebildete Fachkräfte monatelang auf ihren Einsatz warten“, kritisiert Andreas Wedeking, Geschäftsführer des VKAD.
Konkrete Forderungen zur Prozessoptimierung
Der Verband fordert konkrete Änderungen:
- Soforteinsatz als Fachkraft bei mindestens dreijähriger Ausbildung oder einschlägigem Studium sowie ausreichenden Sprachkenntnissen
- Berufsbegleitende Prüfung weiterer Ausbildungsinhalte
- Digitalisierung und Transparenz der Anerkennungsverfahren
- Zügige Verlängerung von Aufenthaltstiteln und unkomplizierte Visa-Ausstellung
Erfolgreiche Integrationsbeispiele
Dass die Integration internationaler Pflegekräfte funktionieren kann, zeigen Beispiele wie die Caritas-Einrichtungen gGmbH Würzburg, wo Pflegekräfte aus Mexiko und Indien in 13 Häusern arbeiten. Dem Caritasverband Westerwald-Rhein-Lahn gelingt es sogar, internationale Pflegeauszubildende im ländlichen Raum zu halten. Wedeking betont: „Die Anerkennung internationaler Pflegekräfte darf kein Geduldsspiel sein. Sie ist systemrelevant.“ (tw)
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