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Verband: Moratorium für Sozialausgaben ist „selbstzerstörerisch“

Der Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes, Ulrich Schneider, hat den Vorschlag von Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) für ein Aussetzen der Kostensteigerungen der Sozialausgaben zurückgewiesen.

Ulrich Schneider, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbands.
Es sei „gesellschaftspolitisch zerstörerisch, den Verteidigungsetat ausgerechnet gegen Sozialausgaben ausspielen zu wollen“, sagt Ulrich Schneider, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes. Foto: Paritätischer Gesamtverband

Es sei „gesellschaftspolitisch zerstörerisch, den Verteidigungsetat ausgerechnet gegen Sozialausgaben ausspielen zu wollen“, sagte Schneider den Zeitungen der Funke-Mediengrupe. Es gebe mehr als 14 Millionen einkommensarme Menschen in Deutschland. Zudem lebe mittlerweile mehr als jedes fünfte Kind in einer armen Familie, die Gesellschaft stehe vor enormen demografischen Herausforderungen.

Lindner hatte zuvor im ZDF ein mehrjähriges Moratorium bei Sozialausgaben und Subventionen vorgeschlagen, um mehr Geld in die Verteidigung investieren zu können. „Wenn es uns gelänge, mal drei Jahre mit dem auszukommen, was wir haben, dann wäre das ein ganz großer Schritt zur Konsolidierung“, erklärte er. (epd)