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Zukunft der Pflege sichern: Sozialstation 2.0 als Schlüsselmodell
Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (BAGFW) hat anlässlich ihres Fachtages ein „Konzept zur Weiterentwicklung der ambulanten Pflege – Konzeptionelle Überlegungen für eine Sozialstation 2.0“ vorgelegt. Das innovative Zukunftsmodell soll eine wohnortnahe, bedarfsgerechte und koordinierte häusliche Pflege sicherstellen.
Angesichts des demografischen Wandels und steigender Pflegebedarfe brauche es neue, tragfähige Strukturen für die ambulante Versorgung. Die Sozialstation 2.0 fungiert als erste Anlaufstelle im Gesundheitswesen – insbesondere für ältere und pflegebedürftige Menschen sowie deren Angehörige. Durch ihre regionale Verankerung erkennt sie frühzeitig Versorgungslücken und koordiniert Unterstützungsangebote.
Erweiterte Aufgaben stärken Pflegeberuf
Ein erweitertes Aufgabenprofil in Prävention, Beratung, Vernetzung und Koordination mache die Sozialstation 2.0 zu einem wichtigen Bindeglied zwischen medizinischer und pflegerischer Versorgung, so die BAGFW. Gleichzeitig wird das Berufsfeld Pflege durch mehr Verantwortung und Entscheidungsspielräume nachhaltig aufgewertet.
In enger Zusammenarbeit mit ambulanten Pflegediensten stärke die Sozialstation 2.0 die Rolle der Pflege als zentraler Akteur der Gesundheitsversorgung. Als Teil lokaler Sorgestrukturen arbeite sie eng mit regionalen ambulanten Pflegediensten, Kommunen, Pflegekassen, Leistungserbringern und Ehrenamtlichen zusammen.
Vorteile für Träger und Einrichtungen
Für die Träger und Einrichtungen biete das Modell der regionalen engen Zusammenarbeit von ambulanten Pflegediensten und einer Sozialstation 2.0 zusätzliche Vorteile: Es ermöglicht durch die Bündelung von Funktionalitäten Entlastungen beispielsweise bei Ruf- und Bereitschaftsdiensten, reduziert ungeplante Notfalleinsätze, verbessert die Koordination komplexer Versorgungssituationen und stärkt die Planbarkeit im Pflegealltag.
Breite Beteiligung bei Konzeptentwicklung
Das Konzept „Weiterentwicklung der ambulanten Pflege“ stellt das Ergebnis einer Denkwerkstatt der BAGFW dar. Eingebunden waren Vertreter der Länder, der Kommunen, der Zivilgesellschaft, der Sozialversicherungsträger, der Fach- und Berufsverbände sowie der Wissenschaft und Forschung.
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