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4,18 Prozent Lohnsteigerung bei der Diakonie im letzten Jahr

De durchschnittlichen Steigerungen der diakonischen Tarife nach Berechnungen des Verbands diakonischer Dienstgeber in Deutschland (VdDD) lagen im vergangenen Jahr ohne Sonderzahlungen bei 4,18 Prozent. Demgegenüber stiegen die Tarifgehälter anderer Branchen im Schnitt um 2,4 Prozent.

Dr. Ingo Habenicht, Vorstandsvorsitzender des VdDD und Vorsitzender der Geschäftsführung des Evangelischen Johanneswerks Foto: Stephan Wemhöner

„Es zeigt sich, dass der Dritte Weg von Kirche und Diakonie nach wie vor ein bewährtes Mittel ist, um gute Ergebnisse für beide Seiten zu erzielen“, stellt Dr. Ingo Habenicht, Vorstandsvorsitzender des VdDD, fest. „Es ist doch bemerkenswert, dass dort, wo Arbeitskämpfe grundsätzlich möglich wären, nicht automatisch bessere Abschlüsse erzielt werden.“

So liegen die Vergütungen für Pflege-Azubis mit einem Monatsbrutto von 1.414 Euro an der Spitze und werden nur in Baden-Württemberg im Bereich der Energieversorgung getoppt. Auch nach Abschluss der Ausbildung zahlen diakonische Unternehmen überdurchschnittlich: So erhält eine Pflegefachkraft nach der Ausbildung im Diakonietarif AVR DD ein Grundgehalt von 3.432 Euro.

Hinzu kommen Zulagen von rund 230 Euro (Fachkraft- und Wechselschichtzulage) sowie ein 13. Gehalt. Insgesamt erhält man somit mindestens 3.967 Euro brutto und damit 6,8 Prozent mehr als der Durchschnittsverdienst von Personen mit Ausbildungsabschluss (3.714 Euro).

Hinzu kommen im Diakonietarif auch noch Nacht- sowie Sonn- und Feiertagszuschläge. Darauf kommt dann der Zuschuss zur betrieblichen Altersvorsorge in Höhe von 6 bis 6,3 Prozent des Bruttolohns. Wer Kinder hat, erhält zudem nochmals pro Kind einen Zuschlag von rund 90 Euro.