Unternehmen

Pflegedienst Up Visite muss in die Insolvenz

Die Ambulanter Pflegedienst Up Visite GmbH hat am 16. Februar 2024 einen Insolvenzantrag gestellt. Der Geschäftsbetrieb des Pflegedienstleisters mit Sitz in Krummhörn (Niedersachsen) wird in vollem Umfang fortgeführt.

Foto: Ambulanter Pflegedienst Up Visite GmbH

Das zuständige Amtsgericht Aurich hat daraufhin Rechtsanwalt Christian Kaufmann von der PLUTA Rechtsanwalts GmbH zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. „Ich möchte zunächst betonen, dass alle Patienten weiterhin wie gewohnt versorgt werden“, erklärt Kaufmann. „Zusammen mit meinem Team und der Geschäftsführung verschaffe ich mir nun einen umfassenden Überblick über die finanzielle Situation. Unser Ziel ist es, eine zukunftsfähige Lösung für Up Visite zu erarbeiten“, ergänzt der Fachanwalt.

Die Gehälter der rund 30 Mitarbeiter sind durch das Insolvenzgeld der Agentur für Arbeit für drei Monate gesichert. Die Beschäftigten wurden bereits über den aktuellen Stand informiert. Unter anderem aufgrund stark gestiegener Kosten ist der Pflegedienstleister in Liquiditätsschwierigkeiten geraten. „Die Situation ist nicht leicht. Wir haben frühzeitig einen Insolvenzantrag gestellt, um auf die Herausforderungen zu reagieren und unseren Betrieb zukunftsfähig aufzustellen. Ich werde den vorläufigen Insolvenzverwalter bestmöglich unterstützen“, sagt Geschäftsführerin Ulrike Newiger.

Zu den Leistungen des ambulanten Pflegedienstleisters mit Sitz in Krummhörn / Greetsiel gehören u.a. die Grundpflege, die Behandlungspflege sowie die Urlaubspflege. Darüber hinaus bietet Up Visite zwei Wohngemeinschaften für maximal 20 Personen an und betreut regelmäßig insgesamt weitere rund 60 Personen ambulant.