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Argentum Pflege Gruppe im Insolvenzverfahren

Die Argentum Pflege Gruppe steckt in finanziellen Schwierigkeiten und hat für vier ihrer Holdinggesellschaften Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt. Das Amtsgericht Bad Homburg hat diesem Schritt zugestimmt. Für einige operative Gesellschaften der Argentum Pflege Gruppe musste Regelinsolvenz beantragt werden

Foto: AdobeStock/Alexander Limbach

Das Unternehmen begründet die Maßnahme mit den anhaltenden Herausforderungen in der Pflegebranche, darunter Fachkräftemangel, steigende Kosten und bürokratische Hürden.

Ziel der Eigenverwaltung sei es, eine strategische Neuausrichtung zu ermöglichen. Dafür wurde ein Sanierungsteam der Wirtschaftskanzlei K&L Gates eingesetzt. Die Rechtsanwälte Dr. Georg Bernsau und Nadja Raiß sowie der Unternehmensberater Ansgar Schröder wurden als Sanierungsgeschäftsführer berufen. Bernsau betonte, dass das Verfahren eine wirtschaftliche und organisatorische Sanierung ermöglichen solle.

Doch die Lage scheint ernster als zunächst dargestellt: Für einige operative Gesellschaften der Argentum Pflege Gruppe musste Regelinsolvenz beantragt werden, da dort die Voraussetzungen für eine Eigenverwaltung nicht gegeben waren. In diesen Fällen übernehmen vorläufige Insolvenzverwalter die Kontrolle – ein Zeichen dafür, dass die finanziellen Probleme wohl tiefer gehen.

Dennoch versichert das Unternehmen, dass der Betrieb der Pflegeeinrichtungen unverändert weiterlaufen soll. Die rund 2.800 Mitarbeitenden wurden über das Sanierungsvorhaben informiert, ihre Gehälter werden für drei Monate von der Agentur für Arbeit übernommen. Wie es danach weitergeht, bleibt jedoch unklar.