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Evangelische Heimstiftung öffnet Pflegeausbildung für europäischen Austausch

Die Evangelische Heimstiftung hat die Akkreditierung im EU-Förderprogramm Erasmus+ erhalten. Damit kann der Stuttgarter Träger künftig regelmäßig Auslandsaufenthalte für Pflege-Auszubildende und Ausbildungspersonal finanzieren – ein bislang seltener Schritt in der stationären und ambulanten Altenpflege.

Foto: Adobe Stock/Daniel Ernst

Seit Februar 2026 ist die Evangelische Heimstiftung (EHS) beim europäischen Förderprogramm Erasmus+ akkreditiert, wie der Träger mitteilt. Die Akkreditierung funktioniert laut EHS wie eine dauerhafte Mitgliedschaft: Sie ermöglicht es, wiederholt Fördermittel für Auslandsaufenthalte zu beantragen, ohne jedes Mal ein neues Projektverfahren durchlaufen zu müssen. Zur Zielgruppe gehören Auszubildende, Nachwuchskräfte und Ausbildungspersonal.

Bereits im vergangenen Jahr absolvierten laut EHS die ersten fünf Pflege-Auszubildenden ein zweiwöchiges Praktikum bei der norwegischen Stiftelsen Diakonhjemmet in Oslo. Für 2026 sind Austausche mit Norwegen und Österreich vorgesehen. Ab 2027 sollen erstmals auch Praktika in Frankreich hinzukommen. Die Heimstiftung will nach eigenen Angaben weitere internationale Partner gewinnen, um möglichst vielen angehenden Pflegekräften Auslandserfahrungen zu ermöglichen.

„Internationale Erfahrungen im Rahmen von Erasmus+ sind für Studierende seit Langem ein wertvoller Bestandteil der Ausbildung. Uns ist wichtig, dass auch Auszubildende in unseren Pflegeeinrichtungen von solchen Auslandsaufenthalten profitieren können“, sagt Mirjam Weisserth, Geschäftsführerin Personal bei der EHS.

Die Heimstiftung ordnet die europäische Netzwerkarbeit in ihr Innovationskonzept ein – neben Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Employer Branding. Die Herausforderungen der Pflegebranche endeten nicht an nationalen Grenzen, so der Träger. Weisserth betont: „Der internationale Austausch hilft, voneinander zu lernen und in einer globalen Welt gemeinsam Antworten auf die Herausforderungen einer alternden Gesellschaft zu entwickeln.“

Konkret wurde dieser Ansatz zuletzt bei einer Studienreise sichtbar: 15 Mitarbeitende der EHS besuchten laut Unternehmensangaben die Diakonie de la Tour im österreichischen Klagenfurt. Themen waren Demenz, Quartiersentwicklung und Digitalisierung. Zugleich diente die Reise der Vorbereitung anstehender Auslandspraktika für Pflege-Azubis in Österreich.