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Diakoniestationen Harz-Heide: Ambulantes Haus kommt nicht

Vor einem Jahr wurden für das niedersächsische Kissenbrück die Pläne für ein sogenanntes Ambulantes Haus vorgestellt wurden. Die Gemeinde Kissenbrück-Biewende hatte sich schon seit geraumer Zeit um einen Investor bemüht – und ihn mit den Diakoniestationen Harz-Heide (DHH) und Heiko Mennenga zunächst gefunden. Doch nun haben sich die Pläne zerschlagen.

Volker Wagner ist Geschäftsführer der Diakoniestationen Harz-Heide gGmbH (DHH), die seit 2017 zur diakonischen Unternehmensgruppe der Evangelischen Stiftung Neuerkerode gehören. Foto: Evangelische Stiftung Neuerkerode

„Das ist sehr schade für alle Beteiligten“, betont Volker Wagner, Geschäftsführer der DHH. „Aber die Rahmenbedingen haben sich mittlerweile im Vergleich zum vergangenen Jahr deutlich verschlechtert.“

Das Ambulante Haus sollte mehrere Dienstleistungen unter einem Dach vereinen. Neben einer Tagespflege und dem Sitz des ambulanten Pflegedienstes sollten auch acht Servicewohnungen in dem Gebäude ihren Platz finden. Wagner sagt: „Dies hätten wir jedoch in der aktuellen Situation wirtschaftlich nicht bezahlbar realisieren können – weder für die Senioren noch für uns.“

Denn die Personal- und Materialkosten seien in den vergangenen Monaten enorm gestiegen. Dies hätte zusammen mit gestiegenen Fremdkapitalzinsen hohe Mietkosten für die Bewohnenden zur Folge. Außerdem sei die Zahl der ambulant versorgten Patienten nicht so gestiegen, wie zunächst erwartet. „Ohne einen großen ambulanten Dienst im Hintergrund, aus dem sich die Tagespflegegäste teilweise rekrutieren können, macht der Aufbau einer Tagespflege wenig Sinn“, erläutert der Geschäftsführer.  „Wir konzentrieren uns jedoch weiter auf den Ausbau der ambulanten Struktur in der Region und kümmern uns weiterhin um die Menschen, die Hilfe brauchen.“