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Dokumentation: EinSTEP-Büro schult 200 Multiplikatoren
Das Projektbüro von EinSTEP will 200 Multiplikator:innen schulen, um Pflegeeinrichtungen bei der Anwendung des Strukturmodells up-to-date zu halten. Das erklärten jetzt die Verantwortlichen aus Trägerverbänden und Politik bei der Feier zum zehnjährigen Bestehen des Projektes in Berlin.
Die Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung Katrin Staffler ist Schirmherrin des Projektes „Einführung des Strukturmodells zur Entbürokratisierung der Pflegedokumentation“ (EinSTEP). Sie erklärte am 10. November in Berlin: „EinSTEP ist eine Erfolgsgeschichte und kann als Blaupause für andere Systemwechsel dienen. Es ist unglaublich ermutigend zu sehen, was hier geschafft wurde. EinSTEP hat die Entbürokratisierung in der Pflege entscheidend vorangebracht. Das gelingt nur, da alle Beteiligten an einem Strang ziehen, mit einem gemeinsamen Ziel vor Augen.“ Für die zentrale Koordination und Umsetzung der bundesweit angelegten Initiative ist das Projektbüro EinSTEP zuständig, welches im Wechsel von den Trägerverbänden der Pflege betrieben wird. Um höchstmögliche Kontinuität und Schlagkraft zu gewährleisten, wird die Verantwortung dafür auch im kommenden Jahr beim AWO Bundesverbandes e.V. liegen.
Dass Pflegeheime noch immer zu viel dokumentierten, bestätigten auch die Teilnehmenden der Podiumsdiskussion des Verbands katholischer Altenhilfe (VKAD) auf dem Deutschen Pflegetag. „Immer wieder hören wir in den Einrichtungen die Klage: Wir müssen so viel dokumentieren und viel aufschreiben“, sagt Birgit Waldau, Koordination Begutachtungen des Geschäftsbereichs Pflege im Medizinischen Dienst Westfalen-Lippe, in der Diskussion zum Thema „Qualitätsprüfungen neu denken – vom Optimierungspotenzial einer zwingenden Notwendigkeit“. „In der Einrichtung leben Menschen, sage ich immer. Es muss nicht grundsätzlich alles Pflegerische protokolliert werden.“ Es sei Zeit, dass die Pflegeheime ihre Dokumentation entschlacken, denn das unnötige Dokumentieren sei eine enorme Zeitverschwendung, so Waldau weiter.
Überbordende Bürokratie legt die Pflege lahm und verhindert weitergehende Investitionen. Das war auch das Fazit der Session „Ich baue dir ein Pflegeheim, ich gründe einen ambulanten Dienst, wenn…“ auf dem Deutschen Pflegetag 2025. Es brauche mehr Vertrauen in die Betreiber:innen, so Vertreter:innen von Korian Deutschland, Diakonie Hessen und aus der Politik.
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