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Management kauft insolvente DigniCare

Der Gläubigerausschuss des ambulanten Pflegedienstleisters DigniCare mit Sitz in Hanau hat bei der Investorensuche im Zuge eines Management-Buy-out (MBO) dem Fortführungskonzept der Lamberth Pflege GmbH zugestimmt.

Marc Lamberth,Geschäftsführer der Lamberth Pflege GmbH Foto: Lamberth GmbH

Zudem werden rund 180 Arbeitsplätze an den neun Betriebsstätten in Hessen, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen sowie in Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt übernommen. Über den Kaufpreis haben die Beteiligten Stillschweigen vereinbart.

„Warum sind wir diesen Schritt gegangen und haben Geld investiert? Weil wir an das glauben, was wir als DigniCare-Team machen. Wir erbringen jeden Tag einen wichtigen Dienst an den uns anvertrauten Menschen, die Pflege benötigen. Menschen zu pflegen ist mehr als nur ein gewöhnlicher Job“, sagt Marc Lamberth als Geschäftsführer der neu gegründeten Lamberth Pflege GmbH. In dieser Funktion hat er die Belegschaft über den Neustart informiert und sich bei ihr für ihren Einsatz bedankt. Die Beschäftigten werden im Zuge des Betriebsübergang zu gleichen Konditionen übernommen. Der Geschäftsbetrieb läuft uneingeschränkt weiter. Alle Dienstpläne und bisherigen Arbeitsabläufe bei den zu pflegenden Patienten bleiben bestehen.

„Entscheidend ist, dass durch die Übernahme die Pflege und die Betreuung der Patienten sichergestellt ist“, sagt Rechtsanwalt Dr. Martin Kaltwasser der LIESER Management GmbH, der ebenso als Generalhandlungsbevollmächtigter von DigniCare tätig war.

„Die Fortsetzung der Pflegeleistungen war neben den Gläubigerinteressen in diesem Sanierungsverfahren ein wichtiges Ziel“, so Dr. Kaltwasser. Der Fachkräftemangel, die Kostensteigerungen sowie der Umsatzrückgang bestimmter Pflege- und Betreuungsdienstleistungen, die nicht von den Krankenkassen und der Pflegekasse übernommen wurden, hatten DigniCare finanziell in Schwierigkeiten gebracht. Viele Pflegebedürftige und Kunden konnten sich diese zusätzlichen Ausgaben infolge der Inflation und angesichts höherer Kosten für Energie nicht mehr leisten und verzichteten auf die Angebote von DigniCare. In Folge dessen nahmen Umsatz und Ertrag ab. Es kam zu Liquiditätsengpässen und letztlich zum Eigenverwaltungsverfahren.