Unternehmen

Neue Holding-Struktur der SozialFinanz-Gruppe

Die Unternehmensgruppe der bisherigen Bank für Sozialwirtschaft AG stellt sich organisatorisch neu auf: Mit der durch die Europäische Zentralbank erteilten neuen Banklizenz wechselt das Kreditinstitut der Sozialwirtschaft in eine Holding-Struktur mit operativ weitgehend eigenständig agierenden Geschäftsbereichen.

Prof. Dr. Harald Schmitz Foto: Stephen Petrat

Als Holding steuert die BFS SozialFinanz AG zukünftig ihre Tochterunternehmen SozialBank, SozialFactoring und SozialGestaltung strategisch im Sinne ihrer Hauptanteilseigner aus der Freien Wohlfahrtspflege. Ziel der neuen Aufstellung ist es, die Kundenorientierung und die Flexibilität durch mehr Eigenverantwortung der operativen Geschäftsbereiche zu stärken. Gleichzeitig eröffnet sich die SozialFinanz-Gruppe über die Thesaurierung von Gewinnen hinaus neue Optionen, ihr Wachstum unter Wahrung der bewährten Gesellschafterstruktur zu finanzieren.

Prof. Dr. Harald Schmitz, in Personalunion Vorstandsvorsitzender von Holding und SozialBank, sagt: „Wir haben eine strategische Weichenstellung vorgenommen und machen uns mit der neuen Konzernstruktur fit für die nächsten 100 Jahre. Im sich konsolidierenden Wachstumsmarkt der Sozial- und Gesundheitswirtschaft werden wir unsere führende Position ausbauen und in der neuen Struktur als aktiver Gestalter das Potenzial für die SozialFinanz-Gruppe noch besser heben können.“

Die neue Holding BFS SozialFinanz AG wird operativ nicht in Erscheinung treten. Unter ihrem Dach firmieren zunächst insgesamt fünf Tochterunternehmen: die SozialBank AG, die mit neuer Banklizenz das Bankgeschäft als Rechtsnachfolgerin der Bank für Sozialwirtschaft AG betreibt, die SozialFactoring GmbH, die Beratungsgesellschaft SozialGestaltung GmbH, die Immobiliengesellschaft HDS Haus der Sozialwirtschaft GmbH & Co. KG, sowie das Beteiligungsunternehmen BFS Abrechnungs GmbH. Die SozialBank wird somit von der Mutter- zur Schwestergesellschaft der anderen Konzerneinheiten.

Nachdem die Bank im vergangenen Jahr ihr 100-jähriges Bestehen gefeiert hat, beginne mit der neuen Struktur eine „neue Epoche“, so Schmitz weiter. „Wir beobachten den Markt aus einer Position der Stärke und können mit unserer neuen Struktur sehr flexibel auf neue Entwicklungen reagieren. Denn sowohl unsere Kundenmärkte als auch der Bankenmarkt befinden sich in einer Transformation und Konsolidierung.“