Politik

So will die Bundesregierung den Pflegeberuf attraktiver machen

Zur Stärkung der Pflegeausbildung und der erweiterten Befugnisse von Pflegekräften werden nach Angaben der Bundesregierung derzeit Gesetze vorbereitet. Mit der Schaffung einer bundeseinheitlichen Pflegeassistenzausbildung solle die personelle Basis der Pflege auch unterhalb des Fachkraftniveaus gestärkt werden, heißt es in der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Unionsfraktion.

Um auf eine Ausbildung in der Pflege aufmerksam zu machen, startete das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend die bundesweite Informations- und Öffentlichkeitskampagne „Pflege kann was“ (2022 bis 2025) Foto/Grafik: Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

„Um Fachkräfte in ausreichender Zahl für die Versorgungsbereiche zu gewinnen, ist es essenziell, sowohl das Bestandspersonal im Berufsfeld zu halten als auch das Berufsbild so attraktiv zu gestalten, dass mehr Personen sich für eine Tätigkeit in diesem Feld entscheiden. Auf Grundlage der branchenübergreifenden Fachkräftestrategie der Bundesregierung arbeitet das Bundesministerium für Gesundheit daher aktuell an einer Fachkräftestrategie für den Gesundheits- und Pflegebereich“, heißt es von der Bundesregierung.

Mit einem Pflegekompetenzgesetz solle der Fokus auf die Kompetenzen der beruflich Pflegenden gelegt und ihre Befugnisse entsprechend ihrer Kompetenzen erweitert werden. Bereits heute könnten Pflegefachkräfte häufig mehr Aufgaben ausführen als sie rechtlich eigenständig dürften. „Die vielfältigen Kompetenzen von Pflegefachkräften werden in Deutschland in der Versorgung noch nicht hinreichend genutzt“, heißt es in der Antwort und weiter:

„Damit bleiben zugleich Potenziale für eine Verbesserung der Versorgung, auch an Übergängen und im Bereich der Prävention und Möglichkeiten zur Sicherstellung der Versorgung in der Fläche ungenutzt. Der Pflegeberuf ist ein Heilberuf mit eigenen beruflichen Kompetenzen, der bei einer entsprechenden Gestaltung der Rahmenbedingungen und Entwicklungsmöglichkeiten für Menschen mit unterschiedlichen schulischen Abschlüssen und beruflichen Hintergründen sehr attraktiv sein kann. Für die Sicherstellung einer qualitativ hochwertigen pflegerischen Versorgung sind daher Pflegeberufe und ihre Aufgaben und Befugnisse in der Versorgung auf allen Qualifikationsniveaus – von der Pflegeassistenzperson bis zur Pflegefachperson mit Masterabschluss – zu betrachten.“

Die vielfältigen Kompetenzen von Pflegefachkräften würden in der Versorgung noch nicht hinreichend genutzt. Damit blieben Potenziale für eine Verbesserung der Versorgung ungenutzt. Der Pflegeberuf sei ein Heilberuf mit eigenen beruflichen Kompetenzen, der für Menschen mit unterschiedlichen schulischen Abschlüssen und beruflichen Hintergründen sehr attraktiv sein könne. Das Ziel sei, mit der strukturellen Verbesserung vor allem junge Menschen für den Pflegeberuf zu begeistern.