Unternehmen
Villa Vitalia Insolvenz: Lösung für ambulanten Bereich gefunden
Bei zwölf Gesellschaften der Villa Vitalia Gruppe wurde Anfang März das Insolvenzverfahren offiziell eröffnet. Schnell wurden für alle ambulanten „Cairful“-Pflegeeinrichtungen Investoren gefunden
Die Villa Vitalia Gruppe hatte im Dezember 2023 beim zuständigen Amtsgericht in Schwerin Anträge auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens für die wesentlichen Gesellschaften der Gruppe gestellt. Zwischenzeitlich haben zahlreiche weitere Gesellschaften der Gruppe Insolvenz angemeldet. Dabei handelt es sich überwiegend um Immobilienprojekt- und Verwaltungsgesellschaften ohne Beschäftigte.
Wie der vom Gericht bestellte Insolvenzverwalter Dr. Malte Köster (Kanzlei WillmerKöster), in einer aktuellen Stellungnahme weiter mitteilte, haben sich für alle laufenden ambulanten „Cairful“-Pflegeeinrichtungen Sanierungslösungen gefunden. So wurden bereits Vereinbarungen mit neuen Investoren zur Übernahme des ambulanten Pflegebetriebs unterzeichnet. Die Kaufvereinbarungen sehen die Übernahme aller Beschäftigten in den laufenden ambulanten Pflegebetrieben vor. Damit sind rund 150 Arbeitsplätze im ambulanten Pflegebereich gesichert; dies entspricht einer Quote von 83 Prozent. Über die Modalitäten der einzelnen Transaktionen und die Kaufpreise wurde Stillschweigen vereinbart.
Zu den neuen Investoren gehören die ViaCare Service Wohnen und Pflege GmbH, Vettelschoss, die Pflege hoch 5 GmbH, Hildesheim sowie die PNT Pflegenotfallteam GmbH & Co. KG, Bad Segeberg.
Insolvenzverwalter Köster zeigt sich zufrieden: „Die Entwicklungen bei der Villa Vitalia Gruppe sind kennzeichnend für die tiefgehenden Probleme im Pflegesektor. Dabei hat sich die allgemeine Strukturkrise in der Gesundheits- und Pflegebranche in den zurückliegenden Monaten insgesamt weiter verschärft. Dass es in diesem schwierigen Umfeld gelungen ist, Sanierungslösungen mit neuen Investoren für die ambulanten Pflegebetriebe der Villa Vitalia-Gruppe zu finden, ist ein positives Signal für die gesamte Branche – aber vor allem eine gute Nachricht für die Menschen, die auf Pflege angewiesen sind.“
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